KKL-Blog-Reihe „Reden halten kann jeder (lernen)“ – Folge 3: Das Thema finden und entwickeln

In der KKL-Blog-Reihe zum Thema „Reden halten“ geht es heute um die erste „heiße“ Phase eines jeden Rede- oder Präsentationsprojektes: die Themen-Findung und -Entwicklung.

Grundsätzlich gibt es in der Rhetorik für jeden Redner oder Präsentator immer fünf Phasen abzuarbeiten:

  1. Rede oder Präsentation sauber vorbereiten,
  2. Rede/Präsentation sinnvoll aufschreiben,
  3. Text und Vortrag zielführend lernen,
  4. Vortrag konsequent üben,
  5. bei Rede oder Präsentation möglichst gelassen auftreten.

Die erste Phase, die uns heute interessiert, besteht im Wesentlichen aus Planung und Recherche. Entscheidend ist, dass der Redner seine Aufgabe wirklich ernst- und annimmt, also keine „Nebenbei-Rede“ halten will oder „spontan“ absondert. Das führt normalerweise nur zur Verwirrung des Publikums. In der Praxis heißt das vor allem:

  • Der Redner will (und muss!) sein Thema und dessen Kontexte tatsächlich verstehen und entsprechend recherchieren, gerade auch über sein Publikum und dessen Horizont,
  • dabei den geeigneten Darstellungs-Stoff sammeln,
  • eine sinnvolle Argumentation hin zu seiner hauptsächlichen Botschaft aufbauen,
  • diese in eine nachvollziehbare Gliederung bringen und
  • über die geeignete Sprachebene entscheiden.

Auf diesem Weg wird – in klassischen aristotelischen Begriffen gesprochen – aus dem Absender-„Ethos“ des Redners, das in der vorangehenden Folge 2 dieser Reihe beschrieben wurde, einerseits das „Pathos“, also die Orientierung des Rede-Inhalts und der Rede-Ausführung an den Interessen, Gefühlen und Möglichkeiten des Publikums, das auf die eine oder andere Weise „überzeugt“ werden soll. Andererseits tritt bei der Ausarbeitung von Argumentation und Gliederung der „Logos“ hinzu, der den Leitgedanken der Rede mit Gründen, Zahlen und anderen Belegen (bei Präsentationen auch mit Bildern) entwickelt und stützt.

Der werdende Redner kann all das lernen, insbesondere unter fachlich geeigneter und erfahrener Anleitung, etwa im KKL-Rede-Coaching. Typische Arbeitsmittel können hier sein: Basis-Briefingbogen für Redner, ergänzendes persönliches Tiefeninterview, grafisch gestützte 3-Kreise-Kontextanalyse, etwa wie in den Beispielbildern unten (zu einer Rede übers Reden) angedeutet. - Nur mit guter Vorbereitung wird man ein guter Redner. Auf geht’s!

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